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Walk the line

Verfasst: Mi 22. Feb 2006, 13:03
von Murillo
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USA 2005, R: James Mangold
D: Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Robert Patrick

"1955 betrat ein taffer, hagerer Gitarrenspieler, der sich J.R. Cash nannte, die Studios von Sun Records – einem Label, das bald Berühmtheit erlangen sollte. Es war ein Moment, der die amerikanische Kultur nachhaltig und unauslöschlich beeinflussen würde. Mit seinen treibenden Akkorden, seiner großen Intensität und einer Stimme, die so tief und schwarz war wie die Nacht, trug Cash emotionale Songs vor, die vom alltäglichen Überlebenskampf, von Kummer und seelischer Not handelten. Songs, die mutig, lebensnah und völlig anders waren als alle Musik vorher.
An diesem Tag startete die beeindruckende frühe Karriere von Johnny Cash. Während er einen völlig neuen Sound kreierte, der kommenden Rock-, Country-, Punk-, Folk- und schließlich auch Rapstars den Weg bahnte, begab sich Cash auf eine wilde, orientierungslose Reise persönlicher Veränderungen. Nach unbeständigen, sprunghaften Lebensabschnitten entwickelte er sich vom selbstzerstörerischen Popstar zum ikonenhaften „Man in Black“. Er stellte sich dabei seinen Dämonen, kämpfte für die Liebe, die ihn auffing und rettete, und lernte, wie er auf dem hauchdünnen Grat zwischen Zerstörung und Erlösung gehen musste.
WALK THE LINE zeichnet die Geburtsstunde eines völlig neuartigen amerikanischen Künstlers nach, der seinen Zorn, die verheerenden Auswirkungen seiner Drogensucht und die Versuchungen des Star-Status hinter sich lassen musste, um die Stimme in sich zu finden, die ihn für viele Generationen zum Helden werden ließ. In diesen frühen Jahren finden sich die Themen, die sich durch die Musik und den minimalistischen Stil des Künstlers zogen: Tod, Liebe, Verrat, Sünde, Hoffnung und Glaube."
(http://www.filmz.de)
[hr]

Dass ich Joaquin Phoenix noch als zugedröhnten Rockstar erleben darf...eine herrliche Darbietung seinerseits, der die Mimik, Sprache und Musik Johnny Cashs zu meiner Überraschung sehr authentisch rüberbringt.
Der T-1000 als prügelnder Südstaaten-Vater ist auch nett anzusehen, der Soundtrack ausgezeichnet (aber das versteht sich bei diesem Film ja von selbst).
Also schnell ab ins Kino!

Userkritik (Voland)

Verfasst: Do 23. Feb 2006, 13:35
von Detlef P.
Der Film war praktisch eine One-Man-Show von Joaquin Phoenix, wobei Reese Witherspoons Leistung in diesem Film auch nicht zu verachten ist (für ihre Rolle wird sie einen Oscar gewinnen!!!).
Unglaublich, dass die beiden alle Lieder selbst gesungen haben.
Der Anfang des Kinojahres hat schon mal einen hohen Standard vorgelegt. Wird schwierig für das restliche Kinojahr das noch zu toppen (wobei das bei so einem genialen Kinojahr mit Sicherheit möglich ist.

Verfasst: Fr 3. Mär 2006, 17:11
von Nikkita
So habe mir den Film gestern abend auch endlich im Kino angeguckt...
Ich muss sagen, was die beiden da schauspielerisch leisten ist der Hammer.
Der hat ja ne bessere Stimme als Johhny Cash selbst :mrgreen: .
Und ehrlich gesagt, hätte ich Reese diese schauspielerische Leistung nicht zugetraut. Ich war wirklich angenehm überrascht. Ihre Stimme ist auch nicht zu verachten.

Wie sehr sich der Film an Fakten hält oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich keinen blaßen Schimmer von Johnny Cash habe. Bis auf das er Ring of Fire gesungen hat :cool: . Aber ich glaube das ist auch nicht so wichtig, den alleine den beiden zu zusehen ist der Hammer.

Da gebe ich Detlef vollkommen Recht, das Kinojahr hat wirklich mit einem hohen Level angefangen Na hoffentlich geht das auch so weiter.....

Verfasst: Di 7. Mär 2006, 21:56
von thejackass
„Walk the Line“ ist James Mangolds Meisterwerk über das Leben von Countrylegende Johnny Cash. Dank der Schauspieler wurde das Drama schlichtweg perfekt.

Joaquin Phoenix verkörpert Johnny Cash einzigartig und hat auch extra für den Film Gitarre spielen gelernt. Doch das Augenmerk geht nicht nur auf das Gitarrespielen, sondern vor allem auf die Ähnlichkeit mit Johnny Cash und Phoenix’ grandioser Leistung in der Rolle. Seine Mimik und Gestik ist einfach perfekt - und auch seine Stimme, denn er hat nach sechs Monaten harten Gesangstraining alle Lieder selbst gesungen. Genau wie Reese Witherspoon, auch sie hatte Gesangstraining und geht vollkommen auf in ihrer Rolle. Den Oscar als „Beste Hauptdarstellerin 2006“ hat sie also zu Recht verdient und einen weiteren großen Schritt in ihrer Karriere gemacht. Über die Musik im Film muss man wohl kaum etwas sagen: Wem Johnny Cash gefällt, der wird natürlich große Freude haben. Es sind sämtliche Hits wie „I walk the Line“, „Ring of Fire“ oder „I Got Stripes“ vorhanden.

Ich kann jetzt nicht sagen, dass dieses Drama jedem gefallen wird, denn die Musik von Johnny Cash sollte einem denke ich schon gefallen. Aber wenn nicht, vielleicht wird man ja dank des Films zur Musik gebracht. Ich bin jedenfalls ein Fand von Johnny Cash und wurde deshalb auch gut unterhalten. Somit kann ich dem Film 8,5/10 Punkten geben.

Verfasst: Fr 25. Aug 2006, 13:20
von Murillo
Kommt Sylvester auf DVD raus, für diejenigen, wie mich, die dies interessieren könnte.