Damien in "Verblendung" aber "Ohne Schuld"
Verfasst: So 31. Jan 2010, 17:51
Hi
ich muss diese beiden Filme mal wieder zusammen in einer Review machen.
Ich habe Sie auf Blu die letzten beiden Tage gesehen und kann mal wieder nur ungläubich mit dem Kopf schütteln das Grütze wie "Year One" so viel Unterstützung bekommen und diese Highlights leider ohne die Öffentlickeit stattfinden.
Ich fange mit "Verblendung" an.
Eigentlich ein Anfang zu einer 10 teiligen Romanreihe von Stieg Larsson.
Ein ehemaliger Journalist, dessen Bücher erst nach seinem Tod mit 50 Jahren durch Zufall von seiner Frau gefunden wurde.
Leider hatte er nur 3 Bücher fertig. Das vierte ist zur Hälfte fertig und soll nun von jemand anderen beendet werden.
Es handelt sich in dieser Reihe um Thriller die um einige Perosnen kreisen die immer wieder in den Geschichten auftauchen.
Da ist einmal Kalle Blomqvist, ein (wie auch sonst) Journalist der einigermaßene Berühmtheit durch seine unkonventionelle Art erlangt hat, aber von einem großen Mogul durch falsche Beweise ins Gefängnis gesteckt wurde.
Und dann ist da nich Lisbet Salander, einen Charakter den ich "noch" nicht genau beschreiben kann, weil ihre Geschichte noch nicht komplett durchleuchtet ist. Und das zu schreiben was jetzt bekannt ist wäre fatal wenn man den Film noch nicht gesehen hat.
Jedenfalls ist die sogenannte "Millenium Trilogie" des Larsson die erfolgreichste Buchreihe aller Zeiten aus Schweden.
Und der Film nur eine Frage der Zeit...
Das man dadurch eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre macht hatte ich einfach gar nicht auf dem Plan.
Die Lisbet wird unheimlich, undruchdringlich und unverwechselbar von Noomi Rapace gespielt.
EIne Dame die sich mit diesem Film für weitere große Rollen empfehlen kann.
Was für ein großartiger Thriller der hier in stoischer Ruhe mit über 2,5 Stunden ein Grauen und eine Stimmung in dein Gehirn brennt das es eigentlich ohne Pause in deinen Gedärmen schmerzt.
Ich denke das die nur angedeutete Musik und die sehr ruhige Kameraführung der einzig richtige Weg ist solche im Grunde schon öfter gesehene "Serienkiller" Filme zu erden. Einen Film zu erden und im realistischen Milieu aufzuziehen ist sowieso schon immer eine Stärke der Filme aus dem skandinavischen Bereich gewesen.
Die Art und Weise wie hier mit dem "Whodunnit" Thema gespielt und aufgelöst wird, hat eine KLasse die nur vermuten lassen kann wie gut das Buch sein muss.
Ich hatte nach so vielen Jahren der ewig gleichen Killerfilme eine Sättigung erreicht die mir sogar KLassiker in diesem Bereich wie "Sieben" aus lauter langeweile vermiest hatten.
Aber ich kam mir vor wie ein Kind im Spielzeugladen. Ich habe mich tatsächlich dabei erwischt wie ich die "Helden" angefeuert habe...
Kalle wird vom reichsten Mann Schwedens angesprochen, nachdem klar wurde das er hinter Gittern muss.
Die Familie Vanger ist ein weit verzweigtes Netz von Menschen und Charakteren wie sie im Buche stehen. Neid und Missgunst durchziehen diese Familie seit jeher.
Doch ein gewisser Vorfall lässt das Oberhaupt dieser Familie nicht ruhen.
Mit 82 Jahren will dieser Mann nun wissen was vor 40 Jahren mit seiner Lieblingsnichte Harriet passiert ist.
Sie war 1966 spurlos verschwunden.
Auf der Suche nach diesem Mädchen erlebt nun Kalle eine fast unglaubliche Odysee die ihn dann noch mit Lisbet zusammenführt.
Diese beiden "heilen" sich selbst mit ihrem gegenseitigen Respekt und dem unbedingten Willen diesen Fall zu klären.
Aber in "Ohne Schuld", einem völlig vergessenen Hit aus Frankreich mit Diane Krüger und Vincent Lindon aus dem letzten Jahr, gibt es eigentlich gar keinen richtigen Fall. Sondern ein höchst zufälliges tragisches Zusammenspiel von bösen Zufällen. Diese Zufälle reißen die Krüger aus ihrer heilen Familienwelt.
Ein Polizeieinsatz beendet jäh einen ganz normalen Abend bei der Lehrerfamilie und London kann nichts tun als seine Frau in Handschellen abgeführt wird.
Man erfährt sofort das Sie leider am falschen Patz zur falschen Zeit war und "Ohne Schul" ist.
Doch sind alle Anstrengungen seine Frau aus dem Gefängnis zu bekommen sinnlos. Eine Verurteilung von 20 Jahren kommt.
London weißt nicht mehr was er machen soll und entwickelt einen Plan wie er seine Frau da rausholen kann.
Okok so weit so klischeevoll. Doch wie geht ein normalgebildeter Durchschnittsfranzose in so einem Fall vor?
Wie wird ein allerwelts Typ plötzlich zu einem eiskalten Ausbrecher?
Vor allem...wie komme ich an Waffen? Wie komme ich an Ausweise??
Die Geschichte um Vincent Lindon ist trotz der Umstände das es sich um einen normalen Mann handelt niemals klischeemäßig!
Mann sieht fas dokumentarisch wie man in der Unterwelt als ein nichts gefressen wird, man sieht was passiert wenn ein unbescholtener Mann plötzlich viel Geld braucht um nach dem Ausbruch einige Monate überleben zu können.
Man sieht wie ein Mann der für eine Sache bis zum letzen geht von der er überzeugt ist.
Ohne Gnade, ohne Umwege.
Ich kann es nur als Meisterleistung betiteln wie hier eingefangen wurde wenn ein Familienvater zum letzten getrieben wird.
Dabei setzt der Regisseur niemals auf Schauwerte oder auf eine Story die nun extrem ausgeklügelt daher kommt und falsche Fährten legen will um die Spannung zu halten.
Fast könnte man meinen dem Regisseur ist scheißegal was der Zuschauer denkt. Diese Geschichte wird halt so erzählt wie sie passiert...und das wirkt einfach umwerfend ECHT.
Eine kleine Geschichte am Rande ist so eine Sache.
Während seine Frau im Gefängnis ist, geht London natürlich immer mal wieder mit seinem Sohn nach draußen auf den Spielplatz.
Und in die Schule zu Elternabende usw.
Hier fällt einem immer eine Frau auf die ihn mustert.
Sie ist auch immer allein mit ihrem Sohn dabei.
Irgendwann im letzten drittel des Filmes sitzen beide auf der Bank auf dem Spielplatz und sie fasst Mut und spricht London an.
Man merkt förmlich ihre unsichere Art einen "fremden" Mann anzusprechen aber gleichzeitig auch ihre Zuneigung zu diesem vermeintlich alleinlebenden Vater.
Das Gespräch wird dann jäh von london beendet bevor die Beziehung sich eventuell vertiefen könnte.
Danach taucht diese Frau einfach nicht mehr auf.
Ich habe die ganze Zeit gewartet ob nicht diese Frau zum Schluß den Vater erkennt und vielleicht zum Schluß schuld ist das der Ausbruch mit seiner Frau vielleicht entdeckt wird oder so was ähnliches.
Aber hier wird einfach nur ein normaler VOrgang im Leben eines Mannes gezeigt der gar nichts mit dem Rest der Geschichte zu tun hat.
Im Endeffekt unterstreicht diese kleine Geschichte nur die konsequenz der Liebe zu Krüger.
Wie es nun ausgeht oder wie diese Geschiche ihrem Schluß findet tut gar nichts mehr zu Sache...der Weg ist das Ziel!
Ich kann euch nur eines raten....gebt dem europäischen Mainstreamkino bei einem DVD Abend mal wieder eine Chance und holt euch diese beiden Perlen mal aus der Videothek!
ich muss diese beiden Filme mal wieder zusammen in einer Review machen.
Ich habe Sie auf Blu die letzten beiden Tage gesehen und kann mal wieder nur ungläubich mit dem Kopf schütteln das Grütze wie "Year One" so viel Unterstützung bekommen und diese Highlights leider ohne die Öffentlickeit stattfinden.
Ich fange mit "Verblendung" an.
Eigentlich ein Anfang zu einer 10 teiligen Romanreihe von Stieg Larsson.
Ein ehemaliger Journalist, dessen Bücher erst nach seinem Tod mit 50 Jahren durch Zufall von seiner Frau gefunden wurde.
Leider hatte er nur 3 Bücher fertig. Das vierte ist zur Hälfte fertig und soll nun von jemand anderen beendet werden.
Es handelt sich in dieser Reihe um Thriller die um einige Perosnen kreisen die immer wieder in den Geschichten auftauchen.
Da ist einmal Kalle Blomqvist, ein (wie auch sonst) Journalist der einigermaßene Berühmtheit durch seine unkonventionelle Art erlangt hat, aber von einem großen Mogul durch falsche Beweise ins Gefängnis gesteckt wurde.
Und dann ist da nich Lisbet Salander, einen Charakter den ich "noch" nicht genau beschreiben kann, weil ihre Geschichte noch nicht komplett durchleuchtet ist. Und das zu schreiben was jetzt bekannt ist wäre fatal wenn man den Film noch nicht gesehen hat.
Jedenfalls ist die sogenannte "Millenium Trilogie" des Larsson die erfolgreichste Buchreihe aller Zeiten aus Schweden.
Und der Film nur eine Frage der Zeit...
Das man dadurch eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre macht hatte ich einfach gar nicht auf dem Plan.
Die Lisbet wird unheimlich, undruchdringlich und unverwechselbar von Noomi Rapace gespielt.
EIne Dame die sich mit diesem Film für weitere große Rollen empfehlen kann.
Was für ein großartiger Thriller der hier in stoischer Ruhe mit über 2,5 Stunden ein Grauen und eine Stimmung in dein Gehirn brennt das es eigentlich ohne Pause in deinen Gedärmen schmerzt.
Ich denke das die nur angedeutete Musik und die sehr ruhige Kameraführung der einzig richtige Weg ist solche im Grunde schon öfter gesehene "Serienkiller" Filme zu erden. Einen Film zu erden und im realistischen Milieu aufzuziehen ist sowieso schon immer eine Stärke der Filme aus dem skandinavischen Bereich gewesen.
Die Art und Weise wie hier mit dem "Whodunnit" Thema gespielt und aufgelöst wird, hat eine KLasse die nur vermuten lassen kann wie gut das Buch sein muss.
Ich hatte nach so vielen Jahren der ewig gleichen Killerfilme eine Sättigung erreicht die mir sogar KLassiker in diesem Bereich wie "Sieben" aus lauter langeweile vermiest hatten.
Aber ich kam mir vor wie ein Kind im Spielzeugladen. Ich habe mich tatsächlich dabei erwischt wie ich die "Helden" angefeuert habe...
Kalle wird vom reichsten Mann Schwedens angesprochen, nachdem klar wurde das er hinter Gittern muss.
Die Familie Vanger ist ein weit verzweigtes Netz von Menschen und Charakteren wie sie im Buche stehen. Neid und Missgunst durchziehen diese Familie seit jeher.
Doch ein gewisser Vorfall lässt das Oberhaupt dieser Familie nicht ruhen.
Mit 82 Jahren will dieser Mann nun wissen was vor 40 Jahren mit seiner Lieblingsnichte Harriet passiert ist.
Sie war 1966 spurlos verschwunden.
Auf der Suche nach diesem Mädchen erlebt nun Kalle eine fast unglaubliche Odysee die ihn dann noch mit Lisbet zusammenführt.
Diese beiden "heilen" sich selbst mit ihrem gegenseitigen Respekt und dem unbedingten Willen diesen Fall zu klären.
Aber in "Ohne Schuld", einem völlig vergessenen Hit aus Frankreich mit Diane Krüger und Vincent Lindon aus dem letzten Jahr, gibt es eigentlich gar keinen richtigen Fall. Sondern ein höchst zufälliges tragisches Zusammenspiel von bösen Zufällen. Diese Zufälle reißen die Krüger aus ihrer heilen Familienwelt.
Ein Polizeieinsatz beendet jäh einen ganz normalen Abend bei der Lehrerfamilie und London kann nichts tun als seine Frau in Handschellen abgeführt wird.
Man erfährt sofort das Sie leider am falschen Patz zur falschen Zeit war und "Ohne Schul" ist.
Doch sind alle Anstrengungen seine Frau aus dem Gefängnis zu bekommen sinnlos. Eine Verurteilung von 20 Jahren kommt.
London weißt nicht mehr was er machen soll und entwickelt einen Plan wie er seine Frau da rausholen kann.
Okok so weit so klischeevoll. Doch wie geht ein normalgebildeter Durchschnittsfranzose in so einem Fall vor?
Wie wird ein allerwelts Typ plötzlich zu einem eiskalten Ausbrecher?
Vor allem...wie komme ich an Waffen? Wie komme ich an Ausweise??
Die Geschichte um Vincent Lindon ist trotz der Umstände das es sich um einen normalen Mann handelt niemals klischeemäßig!
Mann sieht fas dokumentarisch wie man in der Unterwelt als ein nichts gefressen wird, man sieht was passiert wenn ein unbescholtener Mann plötzlich viel Geld braucht um nach dem Ausbruch einige Monate überleben zu können.
Man sieht wie ein Mann der für eine Sache bis zum letzen geht von der er überzeugt ist.
Ohne Gnade, ohne Umwege.
Ich kann es nur als Meisterleistung betiteln wie hier eingefangen wurde wenn ein Familienvater zum letzten getrieben wird.
Dabei setzt der Regisseur niemals auf Schauwerte oder auf eine Story die nun extrem ausgeklügelt daher kommt und falsche Fährten legen will um die Spannung zu halten.
Fast könnte man meinen dem Regisseur ist scheißegal was der Zuschauer denkt. Diese Geschichte wird halt so erzählt wie sie passiert...und das wirkt einfach umwerfend ECHT.
Eine kleine Geschichte am Rande ist so eine Sache.
Während seine Frau im Gefängnis ist, geht London natürlich immer mal wieder mit seinem Sohn nach draußen auf den Spielplatz.
Und in die Schule zu Elternabende usw.
Hier fällt einem immer eine Frau auf die ihn mustert.
Sie ist auch immer allein mit ihrem Sohn dabei.
Irgendwann im letzten drittel des Filmes sitzen beide auf der Bank auf dem Spielplatz und sie fasst Mut und spricht London an.
Man merkt förmlich ihre unsichere Art einen "fremden" Mann anzusprechen aber gleichzeitig auch ihre Zuneigung zu diesem vermeintlich alleinlebenden Vater.
Das Gespräch wird dann jäh von london beendet bevor die Beziehung sich eventuell vertiefen könnte.
Danach taucht diese Frau einfach nicht mehr auf.
Ich habe die ganze Zeit gewartet ob nicht diese Frau zum Schluß den Vater erkennt und vielleicht zum Schluß schuld ist das der Ausbruch mit seiner Frau vielleicht entdeckt wird oder so was ähnliches.
Aber hier wird einfach nur ein normaler VOrgang im Leben eines Mannes gezeigt der gar nichts mit dem Rest der Geschichte zu tun hat.
Im Endeffekt unterstreicht diese kleine Geschichte nur die konsequenz der Liebe zu Krüger.
Wie es nun ausgeht oder wie diese Geschiche ihrem Schluß findet tut gar nichts mehr zu Sache...der Weg ist das Ziel!
Ich kann euch nur eines raten....gebt dem europäischen Mainstreamkino bei einem DVD Abend mal wieder eine Chance und holt euch diese beiden Perlen mal aus der Videothek!