Damiens "Die kommende Tage"
Verfasst: So 26. Jun 2011, 00:29
oder auch "Apocalypse Heim"
Ich muss jetzt bald echt mal die Notbremse ziehen.
So geht das nicht weiter!
Wieviel Talent und wieviel Mut und wieviel künstlerische Freiheit wird in diesem Lande eigentlich noch missachtet?
WAS müssen junge deutsche Regisseure noch tun damit sie endlich den Respekt und den Erfolg bekommen den sie verdienen?
Ich habe gerade neben "Das letzte Schweigen" einen weiteren gesschliffenen Diamanten gesehen der kläglich untergegangen ist.
Wie können den die deutschen Zuschauer so dermaßen über etwas hinwegsehen das so strahlt???
ICH bin selbst einer von denen die ich gerade angreife!
ICH selbst gehe nicht in diese Filme, liegt es daran das ich gerade mal wieder von Transformers 3 und XMen Werbung todgeschlagen wurde?
Liegt es daran das zu lange viele deutsche Filme versucht haben etwas zu kopieren und dabei kläglich gescheitert sind?
Warum bekommt die Öffentlichkeit nicht mit das wir solche Filme in unserem Land produzieren?
Ich kann es nicht erklären..
Die kommenden Tage sind im Grunde genommen mehrere Jahre einer Familie. Eine wohlhabende Familie die im ersten deutschen "Endzeit Film" eine Tour de Force erlebt.
Es handelt von 2 Schwestern die innerhalb der wirren eines Bürgerkriegesähnlichen zusatnd und der totalen Anarchie in DEUTSCHLAND versuchen zu überleben.
Der Klimawandel, Rassenunruhen...Kriege gegen Moslems und vor allem TERROR zieht schleichend ein in unsere Wohnzimmer.
Und gehen wir wie im Film mal nciht daovn aus das alles weit weg ist...es ist hinter der Nachbarstür..es ist hinter deiner EIGENEN Tür.
Ein Augenschlag und die Welt kann anders sein.
Eine Schwester geht den Weg des Normalen und verschließt sich vor dem Wandel der sich erst in der Weltöffentlichkeit und dann im eignen Huas abspeilt. Die andere Schwester schließt sich aus Liebe einem Untergrund Terroristen an und geht diesen Weg mit letzter Konsequenz.
Wir sehen in diesem Film in eine sehr schwarze Zukunft, eine Zukunft die aber nicht von einem Krieg beendet wird der keine Überlebenden hat.- Oder eine Welt voller Maschinen die die Weltherrschaft übernehmen.
Oder eine elitäre Gruppe die die Wassevorräte einteilt und damit Geld verdient.
Es ist ein schleichender Vorgang der dir jeden Tag ein Stück deiner Selbstverständlichkeit der westlichen Welt nimmt.
Der Schrecken leerer Regale im Supermarkt, der Schrecken nicht funktionierender Computer. Das langsame eingreifen in deine Privatssphäre und nicht irgendeine Autobombe in Afghanistan!
Die fallenden Wertesysteme die täglich an dein Leben angepasst werden müssen.
Die Ohnmacht ansehen zu müssen wie alles langsam zerfällt.
Dein Feind ist gesichtslos, dein Feind ist nicht zu fassen.
Du hast dein Leben nicht mehr selbst im Griff.
Schmerzlich, sehr schmerzlich wird hier die Geschichte der 2 Schwestern genutzt um den wahren Horror zu zeigen den Brando in "Apocalypse now" angekreidet hat.
Die Zukunft und die Technik sind immer im Einklang, über die Jahre sehen wir viele neue Dinge die in der Zukunft das Welt bild ein klein bißchen verändern könnten. Aber nie als Mittel zum Zweck.
Keine FX Show, keine Effekthascherei. sehr subtil eingesetzte winzig kleine Details in denen altbkannte Sachen in neuem technischen Gewand auftauchen. Aber in einer technischen Perfektion wie ich es aus Deutschland nie erwartet hätte!
Zeitungen mit Monitoren. Futuristische Straßenführung. Augenscanner.
Alles Anzeichen des weiteren Fortschritt, die die eigentlichen RÜCKSCHRITTE der Protagonisten unterstreichen.
Wir kommen unserer eigenen Technik nicht mehr hinterher...
Der Horror liegt hier direkt im Zentrum des Lebens...der Familie.
Missgunst, Habgier, Eifersucht und unausgesprochene Wahrheiten...und dazwischen geht die Welt wie wir sie kennen unter.
Ich habe tatsächlich nach 30 Minuten schon den Finger am Ausknopf gehabt.
Ich bin so froh durchgestanden zu haben und dieses kleine Meisterwerk bis zum Schluß verfolgt zu haben.
Hat es doch noch soviel zu bieten wenn es erstmal das verkopfte, typisch deustche abgelegt hat!
Auslöser dieser Richtungsänderung ist die Todgeburt des Sohnes einer der Schwestern.
Und der Rat des Arztes das tote Kind nur einmal in den Arm zu nehmen und sich richtig zu verabschieden.
Was hier Bernadette Heerwagen und Daniel Brühl als "Eltern"leisten werde ich wohl nie wieder vergessen.
Diese im höchsten Maße persönlichen Tragödien und die unglaubliche Kraft im Spiel der Hauptdarsteller machen den Film zu dem was er ist!
Obwohl man hier nicht von "spielen" reden kann. Daniel Brühl, der sein todgeborenes kleines Etwas in den Händen hält spielt gar nicht. Jedendfalls geht es nicht um das was er spielt sondern was er weglässt!!
Er hat ja nun in dieser Szene neben den ganzen aufgeführten "Weltproblemen" sich damit auseinanderzusetzten das sein Sohn, der sogar schon einen Namen hatte, tot in seinem Arm liegt.
Und er mimt keinen Zusammenbruch oder schreit verzweifelt er beschränkt sich auf das absolut Essentielle.
Er lässt alles weg das aussieht wie spielen. Und wenn er sich dann zur Mutter wendet, ist plötzlich wieder in dieser verkommenen Welt, in dieser grausamen Welt eine Einheit entstanden.
Trotz der Tatsache das ihr Sohn niemals sprechen wird.
Ich rede immer von Szenen die mich endgültig für einen Film sprechen lassen. Dies ist defintiv eine solche Szene.
Und sie ist noch ziemlich am Anfang der knapp über 2 Stunden gehenden Geschichte der Schwestern.
Was uns Autor und Regisseur Lars Kraume sonst noch an apokalyptischen und sehr persönlichen Tragödien spüren lässt, ist absolute Weltklasse!
DANKE
Johanna Wokalek
Daniel Brühl
August Diehl
Bernadette Heerwagen
Susanne Lothar
und auch mein Liebling Sebastian Blomberg für 2 geile Minuten in diesem Film!
Ich muss jetzt bald echt mal die Notbremse ziehen.
So geht das nicht weiter!
Wieviel Talent und wieviel Mut und wieviel künstlerische Freiheit wird in diesem Lande eigentlich noch missachtet?
WAS müssen junge deutsche Regisseure noch tun damit sie endlich den Respekt und den Erfolg bekommen den sie verdienen?
Ich habe gerade neben "Das letzte Schweigen" einen weiteren gesschliffenen Diamanten gesehen der kläglich untergegangen ist.
Wie können den die deutschen Zuschauer so dermaßen über etwas hinwegsehen das so strahlt???
ICH bin selbst einer von denen die ich gerade angreife!
ICH selbst gehe nicht in diese Filme, liegt es daran das ich gerade mal wieder von Transformers 3 und XMen Werbung todgeschlagen wurde?
Liegt es daran das zu lange viele deutsche Filme versucht haben etwas zu kopieren und dabei kläglich gescheitert sind?
Warum bekommt die Öffentlichkeit nicht mit das wir solche Filme in unserem Land produzieren?
Ich kann es nicht erklären..
Die kommenden Tage sind im Grunde genommen mehrere Jahre einer Familie. Eine wohlhabende Familie die im ersten deutschen "Endzeit Film" eine Tour de Force erlebt.
Es handelt von 2 Schwestern die innerhalb der wirren eines Bürgerkriegesähnlichen zusatnd und der totalen Anarchie in DEUTSCHLAND versuchen zu überleben.
Der Klimawandel, Rassenunruhen...Kriege gegen Moslems und vor allem TERROR zieht schleichend ein in unsere Wohnzimmer.
Und gehen wir wie im Film mal nciht daovn aus das alles weit weg ist...es ist hinter der Nachbarstür..es ist hinter deiner EIGENEN Tür.
Ein Augenschlag und die Welt kann anders sein.
Eine Schwester geht den Weg des Normalen und verschließt sich vor dem Wandel der sich erst in der Weltöffentlichkeit und dann im eignen Huas abspeilt. Die andere Schwester schließt sich aus Liebe einem Untergrund Terroristen an und geht diesen Weg mit letzter Konsequenz.
Wir sehen in diesem Film in eine sehr schwarze Zukunft, eine Zukunft die aber nicht von einem Krieg beendet wird der keine Überlebenden hat.- Oder eine Welt voller Maschinen die die Weltherrschaft übernehmen.
Oder eine elitäre Gruppe die die Wassevorräte einteilt und damit Geld verdient.
Es ist ein schleichender Vorgang der dir jeden Tag ein Stück deiner Selbstverständlichkeit der westlichen Welt nimmt.
Der Schrecken leerer Regale im Supermarkt, der Schrecken nicht funktionierender Computer. Das langsame eingreifen in deine Privatssphäre und nicht irgendeine Autobombe in Afghanistan!
Die fallenden Wertesysteme die täglich an dein Leben angepasst werden müssen.
Die Ohnmacht ansehen zu müssen wie alles langsam zerfällt.
Dein Feind ist gesichtslos, dein Feind ist nicht zu fassen.
Du hast dein Leben nicht mehr selbst im Griff.
Schmerzlich, sehr schmerzlich wird hier die Geschichte der 2 Schwestern genutzt um den wahren Horror zu zeigen den Brando in "Apocalypse now" angekreidet hat.
Die Zukunft und die Technik sind immer im Einklang, über die Jahre sehen wir viele neue Dinge die in der Zukunft das Welt bild ein klein bißchen verändern könnten. Aber nie als Mittel zum Zweck.
Keine FX Show, keine Effekthascherei. sehr subtil eingesetzte winzig kleine Details in denen altbkannte Sachen in neuem technischen Gewand auftauchen. Aber in einer technischen Perfektion wie ich es aus Deutschland nie erwartet hätte!
Zeitungen mit Monitoren. Futuristische Straßenführung. Augenscanner.
Alles Anzeichen des weiteren Fortschritt, die die eigentlichen RÜCKSCHRITTE der Protagonisten unterstreichen.
Wir kommen unserer eigenen Technik nicht mehr hinterher...
Der Horror liegt hier direkt im Zentrum des Lebens...der Familie.
Missgunst, Habgier, Eifersucht und unausgesprochene Wahrheiten...und dazwischen geht die Welt wie wir sie kennen unter.
Ich habe tatsächlich nach 30 Minuten schon den Finger am Ausknopf gehabt.
Ich bin so froh durchgestanden zu haben und dieses kleine Meisterwerk bis zum Schluß verfolgt zu haben.
Hat es doch noch soviel zu bieten wenn es erstmal das verkopfte, typisch deustche abgelegt hat!
Auslöser dieser Richtungsänderung ist die Todgeburt des Sohnes einer der Schwestern.
Und der Rat des Arztes das tote Kind nur einmal in den Arm zu nehmen und sich richtig zu verabschieden.
Was hier Bernadette Heerwagen und Daniel Brühl als "Eltern"leisten werde ich wohl nie wieder vergessen.
Diese im höchsten Maße persönlichen Tragödien und die unglaubliche Kraft im Spiel der Hauptdarsteller machen den Film zu dem was er ist!
Obwohl man hier nicht von "spielen" reden kann. Daniel Brühl, der sein todgeborenes kleines Etwas in den Händen hält spielt gar nicht. Jedendfalls geht es nicht um das was er spielt sondern was er weglässt!!
Er hat ja nun in dieser Szene neben den ganzen aufgeführten "Weltproblemen" sich damit auseinanderzusetzten das sein Sohn, der sogar schon einen Namen hatte, tot in seinem Arm liegt.
Und er mimt keinen Zusammenbruch oder schreit verzweifelt er beschränkt sich auf das absolut Essentielle.
Er lässt alles weg das aussieht wie spielen. Und wenn er sich dann zur Mutter wendet, ist plötzlich wieder in dieser verkommenen Welt, in dieser grausamen Welt eine Einheit entstanden.
Trotz der Tatsache das ihr Sohn niemals sprechen wird.
Ich rede immer von Szenen die mich endgültig für einen Film sprechen lassen. Dies ist defintiv eine solche Szene.
Und sie ist noch ziemlich am Anfang der knapp über 2 Stunden gehenden Geschichte der Schwestern.
Was uns Autor und Regisseur Lars Kraume sonst noch an apokalyptischen und sehr persönlichen Tragödien spüren lässt, ist absolute Weltklasse!
DANKE
Johanna Wokalek
Daniel Brühl
August Diehl
Bernadette Heerwagen
Susanne Lothar
und auch mein Liebling Sebastian Blomberg für 2 geile Minuten in diesem Film!