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THe Ugly Stepsister

Verfasst: Do 19. Mär 2026, 19:13
von Lorraine
Originaltitel Den stygge stesøsteren
Dauer 109 Min.
Kinostart 05.06.2025
Genre Horror
FSK 16
Produktionsland Dänemark

Wenn Aschenputtel mal nicht die Heldin ist: Blutige Body-Horror-Version des grimmschen Märchens – aus der Sicht einer der Stiefschwestern erzählt
Elvira (Lea Myren) ist jung, naiv und unsterblich in den Prinzen Julian verliebt, genauer gesagt in die Vorstellung, die sie nach der endlosen Lektüre seines Gedichtbandes von ihm hat. Um ihr und ihrer kleinen Schwester Alma (Flo Fagerli) ein gutes Leben zu ermög­lichen, heiratet ihre Mutter (Ane Dahl Torp) einen vermeintlich reichen Witwer. Doch als der Bräutigam schon in der Hochzeitsnacht stirbt, stellt sich heraus: Er hat zwar eine bildhübsche Tochter namens Agnes (Thea Sofie Loch Næss), besaß aber kein Vermögen. Als sich die Botschaft verbreitet, dass der Prinz beim nächsten Ball eine Braut wählen wird, schlägt Elviras große Stunde: Mithilfe der Mutter wird sie an Nase und Augen operiert, schluckt zum besseren Abnehmen einen Bandwurm und lernt, wie man eine feine Dame wird. Aber wird das wirklich reichen, um die mittlerweile in Ungnade gefallene Agnes auszustechen und das Herz des Prinzen zu erobern? Elvira greift aus Angst zu immer rabiateren Methoden … Die norwegische Filmemacherin Emilie Blichfeldt behandelt in ihrem Regiedebüt gleich mehrere Themen. So erzählt sie das bekannte Märchen zwar mit passenden Stereotypen, nutzt die Story aber auch für bittere Seitenhiebe auf krankhaften – und manchmal eben auch notwendigen – Schönheitswahn. Und scheut dabei nicht vor einigen blutigen Bildern zurück. Für Fans von Body-Horror sind diese Momente allerdings zu rar gesät, um nachhaltig zu überzeugen, für Arthouse-Liebhaber sind sie hingegen zu derb. Treffend gelingt es Blichfeldt dafür, die Position der Frau in einer fiktiven, aber an das frühe 19. Jahrhundert erinnernden Zeit zu zeigen, in der sie sich dem Patriarchat unterwerfen musste.

(www.cinema.de)

Irgendwann vor einem Jahr wurde ich im Netz mit dem Trailer diesen Films konfrontiert, und mein Interesse war sofort geweckt. Aschenputtel in düster.
Da ich im Juni eh in der Hauptstadt war nutzte ich die Zeit um mir den Film bei der Hitze in einem ebenso warmen aber recht hübschen Kino auf der großen Leinwand anzuschauen.

Der Film ist nichts für zarte Gemüter,, zeitweise wirklich blutig und ggf auch kurz vor der Ekelgrenze. Die Message dahinter dürfte aber deutlich sein.
Ich fand die Darstellerinnen ziemlich gut gecastet, Elvira fand ich zB so gar nicht "ugly" und wie häufiger muß man den Film ein zweites Mal sehen um alles zu erfassen.