Bringing Down a Dictator

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Murillo
die graue Eminenz
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Bringing Down a Dictator

Beitrag von Murillo »

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USA 2002, R: Steve York
D: Slobodan Milosevic, Zoran Djindjic, Martin Sheen

"In dieser Dokumentation werden die Hintergründe, die zum Sturz Milosevics - Europas letztem Diktator führten - aufgedeckt. Nicht Flammen und Gewalt beendeten seine Machtherrschaft, sondern die langfristige, gewaltlose und mutige Kampagne des politischen Widerstands. Der Film liefert eine spannende Chronik der jüngsten Geschichte Serbiens: Innerhalb kurzer Zeit mobilisierte die Jugendbewegung Otpor gemeinsam mit anderen demokratischen Bewegungen den Großteil der serbischen Bevölkerung gegen Milosevic. In einem Land voller Waffen erzielten sie ihren Sieg durch demokratische Überzeugung, Humor, Zivilcourage und durch die technische, finanzielle Unterstützung der USA und der Europäischen Union."

[hr]

Nachdem ich viel gutes über diesen Film gehört habe, habe ich ihn mir mal reingezogen. Ich hatte eigentlich soetwas wie ein kreatives Straßenprotest-Werbevideo erwartet, zumindest ausgehend von Beschreibungen, die ich im Vorfeld gelesen hatte.

Als ich dann aber Martin Sheen gesehen habe, wie er ruhig und sachlich am Kaminfeuer die politischen Hintergründe des Serbiens der 90er Jahre analysiert, unterstützt von Interviews mit Politologen und Politikern, wurde mir klar, dass dieser Film zu meiner Freude doch wesentlich gründlicher und sorgsamer mit dem Thema umgeht, als Michael Moore dies vermutlich getan hätte.

Ich fand es auf jeden Fall sehr interessant und würde den Film auch jedem, der sich für das Thema interessiert weiterempfehlen.


"Wenn etwas klappt, ist es meistens nur Glück. Deshalb sollte man nie zuviel Ahnung von einer Sache haben" (alte japanische Programmiererweisheit)

Neulich im Waschsalon:
"Nachdem mir bereits "Network" sehr gut gefallen hat, gewinne ich langsam wirklich Respekt vor Sidney Lumet."
"Du unnützer nichtsbringender mittzwanziger Fliegenschiss bekommst "langsam" Respekt vor Sidney Lumet?"
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