Alice im Wunderland (2010)
Verfasst: Mi 24. Mär 2010, 22:19
[img]http://crookey.com/wp-content/uploads/2009/12/alice-in-wonderland-2010-Tim_Burton-s.jpg[/img]
USA, 2010
Regie: Tim Burton
Darsteller: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Crispin Glover
"Kino-Visionär Tim Burton hat es wieder einmal geschafft: Seine 3-D-Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Lewis Carroll ist ein wahrer Geniestreich. "Alice im Wunderland" beginnt mit den Vorbereitungen einer Hochzeitsfeier. Die 19-jährige Alice (Mia Wasikowska) soll vor versammelter Verwandtschaft einem schnöseligen Trottel das Ja-Wort geben. Sie schreckt zurück, folgt einem weißen Kaninchen in den nahen Wald, wo sie durch ein Astloch in eine merkwürdige Wunderwelt gerät. Hier lernt sie allerlei schräge Gestalten kennen, allen voran einen wirrköpfigen Rotschopf am Rand des Wahnsinns (toll wie immer: Johnny Depp), dazu eine grinsende Katze, die sich in Rauch auflösen kann, eine Wasserpfeife schmökende Raupe und die immer leicht töffeligen Glatzkopf-Zwillinge Diedeldum und Diedeldei. Beherrscht wird das Land von der tyrannischen roten Königin, deren Regentschaft allerdings durch die Ankunft von Alice bedroht scheint. Und dann ist da noch ein schauriges Drachenmonster, das die Weltenwanderin am Ende im Kampf bezwingen muss.
"Alice im Wunderland" ist ein knallbuntes, surreales Trickspektakel mit Herz und Seele. Burton war gut beraten, seine Alice etwa zehn Jahre älter zu machen, weil das sinnliche Possenspiel dadurch mehr Tiefe und erotischen Prickel erlangt. Durch die 3-D-Effekte erblüht die magische Anti-Welt in vollem Zauber, und am Ende dieser großartigen Beschwörung von Phantasie und Märchenfiguren obsiegt der Glaube eines jungen Mädchens an Selbstbestimmung und Freiheit - der langweilige Aristokratenbengel, dem Alice versprochen wurde, muss sich eine andere suchen.
Ein Meisterwerk, ein Film, der sich auf Drogenparties großer Beliebtheit erfreuen wird." (www.cinema.de)
Meine mittlerweile vierte Alice-Verfilmung, die ich gesehen habe.
Und so interessant ich die Grundidee finde, die ursprüngliche Geschichte quasi fortzusetzen, finde ich, dass sich Burton mit dieser Version und vor allen mit diesen Effekten ein kleines bisschen verhoben hat.
Der Film ist schön, keine Frage. Und Mia Wasikowska - die ich bereits aus der genialen Serie "In Treatment" kenne - ist einfach toll und passt so gut in die Rolle der Alice. Auch die anderen Figuren funktionieren ganz wunderbar und trotzdem merkt man Burton an, dass er hier zum allerersten Mal mit Green-Screen gearbeitet hat.
Die Effekte, aber auch die Kostüme, Masken und Ausstattungen sorgen an manchen Stellen beinahe für eine Reizüberflutung, sodass man sich gar nicht aus das Wesentliche konzentrieren konnte.
Und gegen Ende hat der Film immer mehr und mehr was von einer typischen Heldenfahrt, wie man sie aus "Star Wars", "Herr der Ringe" und dutzenden anderen Filmen kennt.
Ich habe mich am Schluss tatsächlich kurz gefragt: "Ist das überhaupt noch Alice?"
Ich mochte die Geschichte seitdem ich als Kind die Walt Disney-Version gesehen hatte. Und ich mag auch diese Version.
Auch wenn sie an einigen Stellen schon etwas zu pompös und mainstreamig aussieht. Hier hätte weniger mehr sein können.
Insgesamt aber trotzdem ein schöner Film (ist ja trotz alledem eine Alice-Version).
USA, 2010
Regie: Tim Burton
Darsteller: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Crispin Glover
"Kino-Visionär Tim Burton hat es wieder einmal geschafft: Seine 3-D-Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Lewis Carroll ist ein wahrer Geniestreich. "Alice im Wunderland" beginnt mit den Vorbereitungen einer Hochzeitsfeier. Die 19-jährige Alice (Mia Wasikowska) soll vor versammelter Verwandtschaft einem schnöseligen Trottel das Ja-Wort geben. Sie schreckt zurück, folgt einem weißen Kaninchen in den nahen Wald, wo sie durch ein Astloch in eine merkwürdige Wunderwelt gerät. Hier lernt sie allerlei schräge Gestalten kennen, allen voran einen wirrköpfigen Rotschopf am Rand des Wahnsinns (toll wie immer: Johnny Depp), dazu eine grinsende Katze, die sich in Rauch auflösen kann, eine Wasserpfeife schmökende Raupe und die immer leicht töffeligen Glatzkopf-Zwillinge Diedeldum und Diedeldei. Beherrscht wird das Land von der tyrannischen roten Königin, deren Regentschaft allerdings durch die Ankunft von Alice bedroht scheint. Und dann ist da noch ein schauriges Drachenmonster, das die Weltenwanderin am Ende im Kampf bezwingen muss.
"Alice im Wunderland" ist ein knallbuntes, surreales Trickspektakel mit Herz und Seele. Burton war gut beraten, seine Alice etwa zehn Jahre älter zu machen, weil das sinnliche Possenspiel dadurch mehr Tiefe und erotischen Prickel erlangt. Durch die 3-D-Effekte erblüht die magische Anti-Welt in vollem Zauber, und am Ende dieser großartigen Beschwörung von Phantasie und Märchenfiguren obsiegt der Glaube eines jungen Mädchens an Selbstbestimmung und Freiheit - der langweilige Aristokratenbengel, dem Alice versprochen wurde, muss sich eine andere suchen.
Ein Meisterwerk, ein Film, der sich auf Drogenparties großer Beliebtheit erfreuen wird." (www.cinema.de)
Meine mittlerweile vierte Alice-Verfilmung, die ich gesehen habe.
Und so interessant ich die Grundidee finde, die ursprüngliche Geschichte quasi fortzusetzen, finde ich, dass sich Burton mit dieser Version und vor allen mit diesen Effekten ein kleines bisschen verhoben hat.
Der Film ist schön, keine Frage. Und Mia Wasikowska - die ich bereits aus der genialen Serie "In Treatment" kenne - ist einfach toll und passt so gut in die Rolle der Alice. Auch die anderen Figuren funktionieren ganz wunderbar und trotzdem merkt man Burton an, dass er hier zum allerersten Mal mit Green-Screen gearbeitet hat.
Die Effekte, aber auch die Kostüme, Masken und Ausstattungen sorgen an manchen Stellen beinahe für eine Reizüberflutung, sodass man sich gar nicht aus das Wesentliche konzentrieren konnte.
Und gegen Ende hat der Film immer mehr und mehr was von einer typischen Heldenfahrt, wie man sie aus "Star Wars", "Herr der Ringe" und dutzenden anderen Filmen kennt.
Ich habe mich am Schluss tatsächlich kurz gefragt: "Ist das überhaupt noch Alice?"
Ich mochte die Geschichte seitdem ich als Kind die Walt Disney-Version gesehen hatte. Und ich mag auch diese Version.
Auch wenn sie an einigen Stellen schon etwas zu pompös und mainstreamig aussieht. Hier hätte weniger mehr sein können.
Insgesamt aber trotzdem ein schöner Film (ist ja trotz alledem eine Alice-Version).