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Panzerkreuzer Potemkin
Verfasst: Do 10. Nov 2005, 23:33
von Murillo

UdSSR 1925, R: Sergej M. Eisenstein,
D: Aleksandr Antonow, Wladimir Barskij, Grigorij Aleksandrow
Stummfilmklassiker Matrosen des Schlachtschiffs "Potemkin" protestieren 1905 gegen miserable Verpflegung an Bord. Ihre Revolte zieht blutige Kreise... Mit bis dato unbekannten Einstellungen und dynamischen Schnittfolgen wurde Eisensteins Revolutionsfilm zu einem Meilenstein der Kinogeschichte. (
http://www.cinema.de)
Als den Matrosen von Maden wimmelndes Fleisch vorgesetzt wird, kommt es zum Aufstand auf dem Panzerkreuzer Potemkin. Obwohl mit Wakulintschuk der Anführer der Protestierenden stirbt, gewinnen die Matrosen den Kampf gegen die Offiziere. Sie fahren in den Hafen von Odessa ein, wo sie die Leiche Wakulintschuks aufbahren und damit die Sympathie der dortigen Menschenmenge erringen. Doch dem Miteinander des Volks und der Matrosen setzt eine Kosakentruppe bald ein brutales Ende. Die Potemkin läuft wieder aus und passiert unbehelligt den Rest der Schwarzmeer-Flotte, weil sich die Matrosen auf diesen Schiffen weigern, auf ihre Kameraden zu schießen.
(
http://www.dvd-forum.at)
[hr]
Eine kurze, aber prägnante Inhaltsagabe der Cinema. Dieser Film ist ein sehr aussergewöhnlicher und für die Filmgeschichte sicherlich sehr bedeutender Stummfilm, wobei er gewisse Filme von Murnau und Lang qualitativ dann doch verfehlt.
Ein sehr politischer Film, dem man wirklich anmerkt, dass er nur wenige Jahre nach der Oktoberrevolution enstanden ist. Das wirkt an einigen Stellen beinahe komisch.
Verfasst: Fr 11. Nov 2005, 07:35
von Voland
Oh, er verfehlt die Filme eines Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau keineswegs. Eisenstein war weder Deutscher noch hatte er mit deren Kunstrichtung zu tun. Eisenstein war ein kühner Regisseur und hat all sein Augenmerk auf die Bedeutung von Montage im Film gelegt. Er war ein wichtiger Teil der sowjetischen Avantgarde, die man meines Erachtens nach keineswegs mit eben Regisseuren a la Lang oder Murnau vergleichen kann. Das wäre, als würde man John Huston mit Francois Truffaut vergleichen.
Auf seinem Gebiet war Eisenstein ein Meister seines Fachs. Nie hat es jemand gescahfft, durch eigentlich ruhende Bilder eine solche Intensität und Schnelligkeit erreicht. Und das über längere Strecken hinweg, ohne auch nur ein wenig Langweiligkeit zu erzeugen.
Politisch sind wohl alle Filme aus der ehemaligen Sowjetunion. Das liegt an deren Auffassung von Kultur. Wir waren nicht so geknechtet wie jene Bürger in der Sowjetunion. Sie hatten ihre Kunst und wussten sie zu benutzen. Und das auf beiden Seiten des Tumults.
Die Cinema überrascht mich gar nicht mit ihren immer wieder miserablen Inhaltsangaben. Man sollte wohl lieber bessere Quellen hier einbringen. Sonst ist das ja gar nicht richtig Underground

Verfasst: Fr 11. Nov 2005, 12:06
von Detlef P.
Ein filmhistorisch wichtiger Film der hier natürlich nicht fehlen darf.
Die Inhaltsangabe von der Cinema ist allerdings wirklich unter aller Sau.
Re: Panzerkreuzer Potemkin
Verfasst: So 10. Nov 2013, 07:35
von Lorraine
Irgendwie... anderer Film, wenn man sich die deutschen Werke der Zeit ansieht.
Aber nicht schlecht gemacht. Auch in der Schnittfassung (Treppenszene) überzeugend.
Wobei er doch stark propagandistisch ist.